Liebe Museums - Besucher

Stahnsdorf, Vergangenheit aus der Nähe betrachtet, herzlich willkommen im ersten landesweiten Online-Museum ! Hier erhalten Sie ebenso unterhaltsame wie informative Einblicke in die Geschichte Ihrer Region, denn alle Exponate dieses Museums kommen von Ihnen, liebe Stahnsdorfer und Geschichtsforscher. Sie spiegeln unterschiedliche Bereiche des Alltagslebens wieder und zeigen aus ganz individuellen Perspektiven die Entwicklungsgeschichte Ihres Ortes. So erhalten Sie auch Antworten auf die Frage: wie gut kenne ich meinen Ort ?

Dieses Online-Museum ist für Besucher 24 Stunden am Tag geöffnet und der virtuelle Rundgang ist kostenlos. Diese Idee eines Online-Museums soll allmählich wachsen und Grundstein werden, für ein späteres Heimatmuseum in Stahnsdorf. Doch dieses Projekt kann nur gelingen, wenn Sie tatkräftig mithelfen. Ihre alten Bilder, Urkunden und Dokumente sind die zukünftigen Schätze des Ortes.

Peter Reichelt, Heimatforscher aus Stahnsdorf

Mitglied im Stahnsdorfer Heimatverein

 

              letzte Aktualisierung:   02. Mai 2012           ★



.

.

Großes Gruppenfoto zur Erinnerung an das 25-jährige Stiftungsfest des Kriegervereins Stahnsdorf / Klein-Machnow am 12. Juni 1904 auf dem Stahnsdorfer Dorfplatz.

Foto: 38 x 29 cm

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Mit dem Vordringen der Zistersienser (1170 Kloster Zinna; 1180 Kloster Lehnin) Christianisierung und Beeinflussung der Besiedlung des Teltow.

um 1200 bis 1230

Bau der Dorfkirche

17.November 1264

Stahnsdorf erfährt erste schriftliche Erwähnung
ein Magister Petrus de Stanesdorp ist von Markgraf Otto III bei der Beurkundung eines Kaufes des Domkapitels zu Brandenburg als Zeuge benannt.

1299

Markgraf Otto IV. übergab u.a. Germanicum und Slavicum Stanesdorp dem Bischof Volrad zu Brandenburg

17. Februar 1435

die Hakes zu Machnow übernehmen die Grundherrschaft über Deutsch- und Wendisch-Stahnsdorf als Lehnsträger des Bischofs

1480

nur noch Deutsch-Stahnsdorf im Machnower Schloßregister, Wendisch-Stahnsdorf wird nicht mehr erwähnt

1652

Landreiter des Kreises Teltow stellt vier Jahre nach Beendigung des 30-Jährigen Krieges fest:
Es leben hier nur noch ein in Stahnsdorf Geborener, fünf Kossäten mit einem Sohn und zwei Knechte

1696

Reparatur der stark zerfallenen Dorfkirche

1801

wieder Stand von vor dem 30-jährigen Krieg
145 Einwohner, 22 Feuerstellen (Wohnstätten)
Drei große Ackerflächen: Teltow`sche Feld an Teltow angrenzend; Große Feld oder Lange Stücken, hinter Blumensiedlung.; Lerchenfeld an Gütergotz angrenzend;
Upstall- und Striewitzwiesen;
bis 1849 gemeinsame Viehhütung und Feldbestellung

1806-13

Besetzung und Plünderung des Ortes durch napoleonische Truppen

1824

Bau einer Lehmchaussee nach Ruhlsdorf

1825

Bau einer Lehmchaussee nach Sputendorf

23.09.1834

Seine Majestät Friedrich Wilhelm III. König von Preußen zu Besuch im Pfarrhaus und Kirche in Stahnsdorf

nach 1848-er Revolution

Separation oder in Preußen Feldregulierung - Aufteilung der Feldmark - (22.03.1850: „Gesetz zur Aufhebung der gutsherrlichen Rechte am bäuerlichen Grundbesitz“, zweiter Teil der Stein´schen Reformen)
4358 Morgen Acker, Wiesen, Weiden und Wald gingen an 18 Bauern und auch an Kossäten und Büdner
1858 abgeschlossen

1854

326 Einwohner (161 männlichen Geschlechts) leben in 52 Familien

1879

Gründung  des  Stahnsdorfer Kriegervereins   und  Klein-Machnower

1880

610 Einwohner (296 männlich) in 113 Haushaltungen

1899

Stahnsdorf erhält die erste besoldete Bürgermeisterstelle im damaligen Kreisgebiet Teltow

1891

Bau der Chaussee von Zehlendorf über Kleinmachnow nach Gütergotz (Güterfelde) bzw. Schenkendorf (Schenkenhorst)

1900 - 1906

Bau des Teltowkanals

1902

Erwerb von insgesamt 206 ha Wald-, Heide- und Ackerfläche durch die Berliner Stadtsynode zur Anlage eines Zentralfriedhofes für den Süden von Berlin

1904

Anschluss der Gemeinde an das Wassernetz der Charlottenburger Wasserwerke

1906

Einweihung der modernsten Kläranlage Deutschlands auf dem Lindenberg

1906

Elektrifizierung der seit 1892 von Lichterfelde bis Ortseingang Stahnsdorf verkehrenden Dampfstraßenbahn und die Verlängerung des Schienennetzes bis zur Machnower Schleuse

27.04.1908

Einweihung der Gemeindeschule Stahnsdorf (jetzige Lindenhof-Schule): vierklassig mit Turnhalle (erste im Kreis Teltow), 220 Schüler, zwei Lehrer, eine Lehrerin

1908

Chausseebau Stahnsdorf - Dreilinden - Wannsee

1910

1246 Einwohner

1911

Gründung ,,Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf"

1913

Inbetriebnahme der Staatseisenbahn (Friedhofsbahn) Wannsee - Stahnsdorf

1919

1311 Einwohner

1922

Einweihung des Kriegerdenkmals auf dem Dorfplatz

1930

2149 Einwohner

1931



Einweihung des modernsten Klärwerkes Europas auf dem Lindenberg

Stahnsdorf wird Garnisonsstandort: siehe Artikel 3

  • "Schlieffen-Kaserne" (08.09.1935), an der jetzigen H.-Zille-Straße
  • "Bartsch von Sigfeld-Kaserne" (30.07.1936), an der heutigen Annastraße
  • "Ludendorff-Kaserne" (30.10.1938) am heutigen Güterfelder Damm

1941/42

Von der Dreilinden Maschinenbau GmbH, einer Tochtergesellschaft der Robert-Bosch-GmbH Stuttgart wurde noch in der Zeit des Zweiten Weltkrieges die "Boschsiedlung" mit über 400 Wohnungen gebaut

22. Dez. 1942
05. Aug. 1943

Die Mitglieder der "Roten Kapelle", die Stahnsdorfer Bürger John Graudenz und Anni Krauss werden in Plötzensee hingerichtet.

23.04.1945

ohne größere Kampfhandlungen wird Stahnsdorf durch die Sowjetarmee eingenommen.

28.05.1945

6685 Einwohner

29.09.1945

Bodenreform, Aufteilung von Land an 17 Neubauern

24.01.1946

Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebes durch die BVG

28.05.1947

S-Bahnbetrieb nach Wannsee bzw. Oranienburg wird wieder aufgenommen

01.09.1961

Aufnahme des Schulbetriebes an der "Heinrich-Zille"-Grundschule

1961

Wohnungsbau: 60 WE der NVA hinter der "Boschsiedlung", 21 WE im "Lehrerblock"

13.08.1961

"Grenzsicherungsmaßnahmen" führen auch zur Schließung des S-Bahnhofes Stahnsdorf

31.08.1961

Einstellung des Straßenbahnbetriebes

1972

Dorfteich zugeschüttet

01.06.1976

endgültige Beseitigung des S-Bahnhofes Stahnsdorf

1977

Beginn des verstärkten Eigenheim-Neubaus, bis 1990 ca. 300, u.a. in der "Forstsiedlung" an der Alten Potsdamer Landstraße und in dem Komplex "Am Walde"

1985

125 Wohnungen in Geschossbauweise am Ruhlsdorfer Weg

12.06.1992

der letzte Soldat der GUS-Truppen verlässt die Kaserne an der Annastraße

19.08.1993

Richtfest im Wohnbereich "Neue Vogelsiedlung"



16.02.1994

Gründung Stahnsdorfer Heimatverein e.V.

16.08.1994


6256 Einwohner
1998 Wiederherstellung des Dorfteiches
25.02.1999 Einweihung des Gemeindezentrums an der Annastraße, entstanden als Konversionsbau aus einem Kasernenblock der ehemaligen "Bartsch von Sigsfeld-Kaserne
01.01.2002 Stahnsdorf ist amtsfreie Gemeinde mit den Ortsteilen Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf
03.11.2004 Ihre Majestät die britische Königin Elisabeth II und seine Königliche Hoheit Prinz Philip zu Besuch auf dem britischen Soldatenfriedhof in Stahnsdorf
15.05.2006 Einwohner Stahnsdorf-10458. Güterfelde-1784. Schenkenhorst-499. Sputendorf-525
31.12.2011 Einwohner Stahnsdorf-11399. Güterfelde-1934. Schenkenhorst-482. Sputendorf-497



Gruppenfoto zur Erinnerung an die Fahnenweihe des Turnvereins "Friesen,, Stahnsdorf - Klein Machnow am 02. August 1903

.


Abschuß eines britischen Bombers 1943. Jagdfliegerstaffel und Flakabteilung Schenkenhorst teilten sich den Luftsieg. In dieser Nacht wurden von 622 gestarteten Bombern aus England kommend 47 abgeschossen. Zahlreiche Schäden auch in Stahnsdorf, siehe Artikel 2 / Technikgeschichte.